Torfbrand
Ein Feuer, das im Boden weiterglüht, obwohl oben keine Flammen mehr zu sehen sind.
Torf ist über Jahrtausende entstandene, halb zersetzte Pflanzenmasse. Im ausgetrockneten Zustand brennt er wie ein Kohlepaket: langsam, ohne große Flamme, aber mit hoher Temperatur und über Tage oder Wochen. Das Wasser läuft an der Oberfläche ab, statt einzusickern – deshalb reicht Löschen von oben nicht.
Praktisch heißt das: Ein Gebiet kann als „unter Kontrolle“ gelten und trotzdem gefährlich bleiben. Einsatzkräfte suchen mit Wärmebildkameras nach Glutnestern, graben sie auf und durchmischen sie mit Wasser. Erst wenn keine Wärme mehr messbar ist, gilt eine Fläche als gelöscht.
Für Besucher bedeutet das ein Betretungsverbot auch nach dem Feuer: Der Boden kann unter der Oberfläche hohl gebrannt sein, Einbruchstellen sind von oben nicht erkennbar.