Tiere in Sicherheit bringen
Haustiere, Pferde und Weidevieh brauchen einen Plan, der vor der Evakuierung steht – improvisieren kostet zu viel Zeit.
Wichtige Rufnummern und Anlaufstellen
Offizielle Kontakte für Notfälle, Informationen und Hilfsangebote rund um die Waldbrandlage.
112 – Notruf
Bei akuter Lebensgefahr, schweren Verletzungen oder brennender Gefahr. Immer zuerst wählen.
1733 – Ärztlicher Bereitschaftsdienst
Wenn der Hausarzt nicht erreichbar ist und medizinische Hilfe außerhalb der Praxiszeiten nötig ist.
1771 – Wallonische Informationslinie
Fragen, Hinweise und aktuelle Informationen zur Lage in der Wallonischen Region.
087/76.01.46 – Hilfsangebote & Spenden (Baelen)
Zentrale Erfassung von Unterstützungsangeboten für Bürger, Vereine und Unternehmen in der Gemeinde Baelen.
aidefagnes.be – Bürgerplattform
Zentrale Sammlung von Hilfsangeboten, Materialspenden und verfügbaren Ressourcen (private Initiative).
Plattform öffnenBitte Sicherheitszonen respektieren und den Anweisungen der Einsatzkräfte folgen.
Diese Nummern werden öffentlich von den belgischen Behörden genannt. Bei Zweifeln oder sich ändernder Lage informiere dich direkt bei der zuständigen Stelle.
Haustiere
Transportbox, Leine und Maulkorb liegen idealerweise beim Notgepäck. Impfpass, Chipnummer und ein aktuelles Foto helfen, falls ein Tier entläuft.
Tiere reagieren auf Rauch mit Flucht und Verstecken. Holen Sie Katzen früh ins Haus – nach Ankündigung der Evakuierung ist es oft zu spät.
Pferde und Weidevieh
Klären Sie im Vorfeld, welcher Betrieb Plätze aufnehmen kann und wer einen Anhänger fährt. Halfter, Papiere und Medikamente an einem Ort bündeln.
Lässt sich ein Transport nicht mehr organisieren, ist eine große, kurz gefressene Weide ohne Nadelbäume und ohne Kunststoffzaun meist sicherer als ein Stall. Tiere nicht anbinden.
Hilfe organisieren
Stallplätze, Anhänger und Futter werden über unser Hilfeportal vermittelt: Angebote und Gesuche stehen dort getrennt, Kontaktdaten bleiben bis zur Vermittlung geschützt.
Gefundene Wildtiere mit Brandverletzungen nicht selbst versorgen – Tierarzt, Jagdausübungsberechtigten oder die zuständige Behörde informieren.
Checkliste zum Abhaken
- Transportbox und Leine bereit
- Impfpass, Chipnummer, Foto
- Anhänger und Fahrer geklärt
- Aufnahmestall telefonisch bestätigt
- Futter und Wasser für drei Tage
- Tiere nie anbinden oder einsperren
Häufige Fragen
Kann ich Tiere im Stall lassen?
Nur wenn der Stall massiv gebaut, frei von Brennmaterial und über eine gesicherte Zufahrt erreichbar ist. Sonst ist eine abgefressene Weide sicherer.
Wer nimmt Tiere kurzfristig auf?
Über unsere Hilfeboards melden Höfe und Privatleute freie Plätze. Wir vermitteln, Sie erhalten die Kontaktdaten nach der Prüfung.