Lage um 7:44 Uhr: Bundeswehr hilft im Hohen Venn, Teile von Monschau evakuiert, schwerer Waldbrand bei Schramberg
Montagmorgen, 7:44 Uhr: Im Hohen Venn dauern die Löscharbeiten an, die Bundeswehr unterstützt mit Material. In Monschau sind grenznahe Bereiche evakuiert. In Baden-Württemberg kämpfen rund 250 Einsatzkräfte bei Schramberg gegen ein Feuer in steilem Gelände.
Stand: Montag, 17. August 2026, 7:44 Uhr. Die Lage bleibt an mehreren Stellen in Deutschland und den Grenzgebieten angespannt. Ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen der Nacht und des frühen Morgens.
Hohes Venn: Löscharbeiten gehen weiter, Bundeswehr unterstützt
Im Naturschutzgebiet Hohes Venn an der deutsch-belgischen Grenze dauert die Brandbekämpfung an. Der Torfboden glüht in der Tiefe weiter, sichtbare Flammen sind seltener geworden. Einsetzender Regen hat die Ausbreitung in der Nacht gebremst, ersetzt aber keine Löscharbeiten: Glutnester im Moorboden müssen einzeln geöffnet und geflutet werden.
Die Bundeswehr unterstützt die belgischen Kräfte mit Material und Fahrzeugen. Damit setzt sich die grenzüberschreitende Zusammenarbeit fort, die am Wochenende begonnen hatte.
Monschau: Teile der Stadt evakuiert
Auf deutscher Seite sind Teile von Monschau evakuiert. Betroffen sind vor allem grenznahe Bereiche, in denen Rauch und mögliche Funkenflüge ein Risiko darstellen. Wer aufgefordert wurde, ein Haus zu verlassen, sollte den Anweisungen der Einsatzkräfte folgen und die offiziellen Warnkanäle beobachten.
Schramberg (Baden-Württemberg): rund 250 Einsatzkräfte im steilen Gelände
Bei Schramberg im Schwarzwald hat sich ein Waldbrand auf bis zu zwölf Hektar ausgeweitet. Etwa 250 Einsatzkräfte arbeiten in stark abschüssigem Gelände, das die Brandbekämpfung erschwert und die Sicherheit der Feuerwehrleute gefährdet. Die Wasserversorgung wird improvisiert: Landwirte stellen Wasserfässer bereit, das örtliche Freibad hilft ebenfalls aus.
Waldaschaff (Bayern): Feuer gelöscht
Ein Wald- und Flächenbrand bei Waldaschaff in Bayern gilt nach Angaben der Einsatzkräfte als gelöscht. Nachlöscharbeiten und Kontrollgänge laufen.
Europa: tödlicher Unfall in Spanien
In der spanischen Region Aragón ist ein Soldat bei Löscharbeiten ums Leben gekommen, als ein Einsatzfahrzeug in einen Abgrund stürzte. Drei weitere Personen wurden verletzt. Es ist eine Erinnerung daran, welches Risiko Einsatzkräfte in unwegsamem Gelände tragen.
Was jetzt wichtig ist
- Notruf **112** bei Feuer, Rauch oder Personen in Gefahr. Eigene Löschversuche nur ohne Eigengefährdung.
- Waldgebiete in betroffenen Regionen meiden, Zufahrten und Rettungswege frei halten.
- Keine Drohnen starten – sie führen zur Unterbrechung von Hubschrauberflügen.
- Fenster und Türen bei Rauchgeruch geschlossen halten, Lüftungen abschalten.
Wir aktualisieren die Lage fortlaufend; die Satelliten-Hotspots auf der Startseite werden jede Minute nachgeladen.